Arbeitsstelle Migration und Fremdenfeindlichkeit
Wer sind wir?
Die Arbeitsstelle Migration und Fremdenfeindlichkeit des Vereins Multikultur e.V. ist eine landesweit
agierende Einrichtung der interkulturellen Migrations- und MigrantInnenarbeit. Ihr Standort (Völklingen Wehrden)
ist kein Elfenbeinturm, sondern die Arbeitsstelle befindet sich in einer Lebenswelt, die seit Jahrzehnten durch
Zuwanderung geprägt ist. Sie kann auf über 15 Jahre und vielfältige Erfahrungen in der Bemühung um eine Verbesserung
der Beziehungen zwischen deutscher und zugewanderter Bevölkerung zurückblicken.
Organisatorisch und räumlich ist sie eng verbunden mit der Arbeitskammer des Saarlandes
(Interkulturelles Kompetenzzentrum: gegründet 1984) und dem Verein BARIŞ - Leben und Lernen e.V.,
der 1986 gegründet wurde. Die Einrichtung wird gefördert aus Mitteln des Landesministeriums für Arbeit,
Familie, Prävention, Soziales und Sport.
Die sozialwissenschaftlich und pädagogisch qualifizierten MitarbeiterInnen des Hauses - zum Teil besitzen
sie einen Migrationshintergrund - stehen für Kontinuität und Kompetenz - eine Voraussetzung für hohe
Qualitätsstandards.
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Wie ist die gesellschaftliche Ausgangslage,
was ist die Problematik?
Deutschland ist längst zu einer Einwanderungsgesellschaft geworden. Rechnet man alle Migrantengruppen zusammen,
besitzen mehr als 15 Mio. Menschen hierzulande einen Migrationshintergrund. In Anbetracht der demografischen Entwicklung
wird dieser Anteil in den nächsten Jahren weiter steigen. Kulturell-ethnische Vielfalt und “Andersartigkeit”
sind somit wesentliche Kennzeichen unserer heutigen wie auch zukünftigen Gesellschaft. Zwei gesellschaftlich
problematische Fakten sind jedoch unübersehbar:
- Die Integration der MigrantInnen im Sinne einer proportionalen Beteiligung in gesellschaftlich relevanten Bereichen
(z.B. höhere Schulbildung, Politik, öffentlicher Dienst) ist bei weitem noch nicht erreicht. Umgekehrt offenbart
sich die Problematik in schlechten Schulerfolgen, hoher Arbeitslosigkeit und sozialer Unterschichtung mit allen sich
hieraus ableitenden negativen Begleiterscheinungen.
- Ein großer Teil der Mehrheitsgesellschaft bekundet erhebliche Schwierigkeiten mit der Migrationsgesellschaft.
Andere Lebensformen und kulturelle Hintergründe (z.B. Islam) werden von vielen mit Sorge oder Ablehnung wahrgenommen.
Im Extremfall drückt sich die Ablehnung in Rassismus und rechter Gewalt aus.
Zur Vermeidung gesellschaftlich störender oder destruktiver Konflikte ist der sich immer schneller vollziehende
soziale Wandel dringend auf allen gesellschaftlichen Ebenen zu vermitteln. Die Arbeitsstelle Migration und
Fremdenfeindlichkeit (AMF) möchte hierzu einen Beitrag leisten.
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Was wollen wir?
Ziel ist es, den im Zeitalter von Globalisierung unausweichlichen Zuwanderungsprozessen und dem sich hieraus
ergebenden sozialen, ökonomischen und kulturellen Wandel eine grundsätzliche gesellschaftliche Akzeptanz zu verschaffen.
Entsprechend gilt es, das durch Zuwanderung gegebene Potential für Staat und Gesellschaft “gewinnbringend” zu
mobilisieren bzw. eine positive Integration für “beide Seiten” zu initiieren.
Teilschritte hierzu sind:
- Schaffung von Transparenz der unübersichtlichen Migrationsgesellschaft
- Entwicklung interkultureller Kompetenz
- Sensibilisierung der Wahrnehmung bezüglich alltäglicher Rassismen
- Förderung konstruktiver Lösungswege bei interkulturellen Konflikten.
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Was bieten wir?
Ausführliche Beratungs- und Informationsgespräche für
- MigrantInnen (keine psychosoziale Beratung)
- MultiplikatorInnen und MeinungsmacherInnen
- Einzelpersonen (StudentInnen, SchülerInnen, engagierte MitbürgerInnen...)
Bedarfsorientierte Informationsveranstaltungen in Form von
- Fort- und Weiterbildungen
- Seminaren
- Workshops
- Ausstellungen
Referententätigkeit und - vermittlung zu unterschiedlichen Facetten der Thematik
Interkulturelle und interreligiöse Foren und Begegnungen
Öffentlichkeitsarbeit in Form eigener Publikationen und Ausstellungen
(Verknüpfung theoretisch- wissenschaftlicher und praktisch-empirischer Erkenntnisse ist hier
ein wichtiger Aspekt)
Vernetzung
- Vermittlung an andere Institutionen
- Vermittlung von Kontakten
- Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
Mediothek zum Inhalt
- Interkulturelle Bilder- und Lesebücher
- Unterrichtsmaterialien und handlungsorientierte Literatur
- Theoretisch-wissenschaftliche Fachbücher zu Migration, Rassismus, Inter- und Multikulturalität,
Islam aus verschiedenen Blickwinkeln
- Literatur von und für MigrantInnen
- Multiplikatorenpakete, Ausstellungen und Videos
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Wen sprechen wir an?
- Schulen und Kindergärten
- Migrantenorganisationen
- Kirchen
- Gewerkschaften
- Sozial- und Jugendarbeit
- lokale Politik
- allgemeine Öffentlichkeit
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Wer sind die Ansprechpartner?
- Vorsitzender:
- Johannes Schreiner
- Arbeitsstelle Migration und Fremdenfeindlichkeit:
- Franz Josef Koenen, Akin Aslan